KONY 2012 from INVISIBLE CHILDREN on Vimeo.
8. März 2012
KONY 2012 from INVISIBLE CHILDREN on Vimeo.
28. Februar 2012



27. Februar 2012

Gemeinschaftlich genutzte Räume denken sich auch nur Sozial-Legastheniker aus. Oder sie werden von eben diesen Menschen genutzt. Langsam kommt mir das Gefühl, ich bin der einzige, der unsere Großraum-Garage ordentlich nutzt. Die Garage wird von insgesamt 27 Bewohnern beparkt. Da gibt es verschiedene Systeme. Ich beispielsweise muss erst meine Nummer in ein Zahlenfeld eintippen und den Schlüssel herumdrehen. Dann bewegt sich das Garagen-Monstrum und mein Auto erscheint hinter dem Gittertor. Das Tor wird geöffnet, Auto herausgefahren und anschließend das Tor wieder geschlossen. Ich bin mir sicher, das hat jeder von euch verstanden. Einfaches Prinzip. Die Bewohner, hier im Haus, verstehen das nicht so richtig. Deshalb wurde erst vor einer Woche eine neue Hausmitteilung verschickt und vor den Toren ein neues Hinweisschild befestigt. Dass dieses eine Hinweisschild nun ein anderes verdeckt, sei nur am Rande erwähnt. Nun haben sich die Garagenbauer gedacht, hey, wenn jemand vergisst das Tor zu schließen oder das Tor aus Versehen nicht richtig geschlossen wird, bauen wir ein schönes Lämpchen ein. Ein gelbes Lämpchen. Das ist gut. Nicht zu rot und aggressiv und nicht zu grün um zu sagen, alles wäre okay. Ich finde, Lämpchen sind was ganz tolles. Sie deuten ganz wunderbar auf Dinge hin. Zum Beispiel, dass die Herdplatte angeschaltet ist oder, dass man bei einer roten Ampel zu stehen hat. Stellt euch mal Straßenampeln ohne Lichter vor. Hier in meiner Garage funktioniert das Lämpchen perfekt. Es blinkt fast immer gelb wenn ich komme. Dann weiß ich schon von Weitem, irgendein Ego-Arsch hat sein verdammtes Tor wieder nicht geschlossen. Hier gibt es drei Sorten von Ego-Ärschen. Typ Eins versucht das Tor zu schließen. Wenn es nicht gleich ganz einrastet, dann rastet es eben nicht ganz ein und bleibt einfach offen. Ich darf dann an vier Toren herumwackeln um herauszufinden um welches Tor es sich handelt. Die andere Sorte bemüht sich erst gar nicht das Tor ganz zu schließen, sondern lässt einfach halb offen. Das macht es mir einfacher. Danke. Eine dritte Sorte vergisst es vielleicht tatsächlich mal. Da wäre die hübsche Mercedesfahrerin, die ich beim Vergessen ertappt und zurückdiktiert hatte. Beim nächsten Mal war ihr Tor dann wieder offen. Diese Aktion hat sie hässlich gemacht. Für immer. Da fällt mir gerade noch eine vierte Spezies von Tor-Trotteln ein. Diejenigen, die ein rotes Lämpchen provozieren. Mir ist nicht ganz klar, was man machen muss, um das rote Lämpchen zum Blinken zu bringen. Doch es muss irgendetwas schlechtes sein, denn dann geht nichts mehr. Da hilft es auch nicht, den Strom abzuschalten und die ganze Apparatur neu hochzufahren. Rot ist ganz schlecht. Bei Rot muss der Service angerufen werden. Und es gibt tatsächlich Leute, die die Anlage schrotten und sich zu fein sind den Service anzurufen. Der Nächste der dann kommt, in der Regel bin ich das, darf dieses Versäumnis dann ausbaden. Richtig böse wird es erst, wenn ich ganz dringend auf das Auto angewiesen bin. Es geht nichts mehr. Und dann stehe ich da. Passiert ist mir das erst am vergangenen Sonntag.
Es wird die Zeit kommen an der ich mich rächen werde. Dann werde ich ihnen allen nacheinander in den Tank pinkeln.