KONY 2012

8. März 2012

KONY 2012 from INVISIBLE CHILDREN on Vimeo.

Gestern Abend kam ich Heim und durchforstete, bevor ich noch etwas arbeiten wollte, meinen Feedreader. Dabei stoß ich auf den Blogartikel vom Stilpiraten. Ich las ein wenig in den Kommentaren und dachte, gut, ein weiteres Video das irgendwie auf Herzschmerz setzt. Das stimmt aber nicht. Ich sah mir eine Minute an, sah mir fünf Minuten an und sah mir 27 Minuten - das komplette Video - an. Ihr solltet das Selbe tun. Nehmt euch eine halbe Stunde Zeit, schaut euch das Video an und werdet aktiv.

Kurztest: ZiGGURAT

28. Februar 2012

Superlevel habe ich eigentlich schon zu oft gelobt, doch der neue Podcast ist wirklich, wirklich sehr zu empfehlen. Durch ihn komme ich nun zum zweiten Mal schon auf Spiele, von denen ich zuvor nichts gehört hatte und ich gebe dafür auch noch mein Geld aus. In der aktuellen Folge wurde ZiGGURAT vorgestellt - ein iOS Game von Tim Rogers. Um es kurz zu machen: Absolute Kaufempfehlung. Das Game besteht aus ziemlich dem, was oben zu sehen ist. Es ist alles so gut. Der Sound ist der Knaller und die wunderschöne Pixelgrafik kann ebenfalls überzeugen. Die Steuerung ist durchdacht, denkbar einfach und funktioniert tadellos. Ziel ist es, die angreifenden Aliens mittels Kugelgeschossen abzuwehren. Es können sich nur Leute beschweren, die etwas gegen Games haben, die einzig auf Highscroejagt aus sind und keine weiteren Levels und Tiefgang bieten. Wie gesagt, in meinen Augen 79 Cent die sich absolut lohnen.

iTunes-Link


Terra Nova meets Lost meets Avatar meets Bullshit

Da warten man zwei Wochen lang auf den Start von Terra Nora und wird enttäuscht. Die Serie ist so ein unglaublicher Mist. Ja, das sage ich schon nach einer Folge. Und der Mist wird sich nicht verbessern. Sicher gibt es noch neue Dinosaurier zu sehen und mehr Wummen und mehr Boom und mehr Liebesgeschichten und Schicksale, doch wie das alles umgesetzt ist, lässt mehr als zu wünschen übrig. Da gibt es so viel, das mich stört. Was man der Serie lassen muss ist, dass sie wirklich alles unterbringt, was man von 08/15 Serien erwartet. Da haben wir die schwierige Beziehung zwischen Vater und Sohn. Der Vater hat einen Fehler gemacht und der Sohn hasst seinen Vater dafür. Dabei haben sie so viel gemeinsam und erst eine Schlüsselsituation bringt die beiden wieder zueinander. Dann gibt es so Szenen, die es schon tausend Male gegeben hat. In genau dieser Konstellation. In einer Auto-Aktion-Szene wird geschossen und gefahren, bis der unausweichliche Dialog „Übernehmen Sie das Steuer!“ folgt und der Aktionheld - welcher übrigens sehr an den Army-Typ Col. Miles Quaritch aus Avatar (ich sehe jetzt erst, es ist sogar der selbe Schauspieler) erinnert - aus dem Auto springt und um sich ballert. Das Setting erinnert ohnehin sehr stark an Avatar. Wo wir schon bei Vergleichen sind: Eine zweite Menschengruppe außerhalb des Camps gibt es auch. Erinnert ein kleines bisschen an Lost. Das Rauchmonster habe ich vermisst, doch hierfür gab es die Dinos. „Selten habe ich Dinosaurier so realistisch auf meinem TV-Screen gesehen!“, würde ich sagen, hätten wir 1995. Da machten selbst die Dino-Roboter aus Jurassic Park mehr her. Bei Terra Nora könnte man meinen, sie stammen aus einem Cinema 4D Grundkurs. Ehrlich, es ist so vieles schlecht. Wobei, die erste Stunde gefiel mir ganz gut. Aber Zeitreisen, ey. Wenn eine Zeitreise, dann wünsche ich sie mir samt Gedächtnisverlust in das Jahr 2004. Wie gerne würde ich mir Lost noch einmal unvoreingenommen ansehen. Ach, wie schön das wäre. Nun gut, es war noch mehr schlecht. Da wäre diese Szene im Auto, im Wald. Von links, von rechts und von oben greifen Dinos an. Und plötzlich... Blitze! Woher kommt dieses geblitze? Blitze und Kamerawackeln ohne Ende. Das ist nicht deren ernst? Ich erwarte heute, dass eine Serie oder ein Film Spannung und Aktion erzeugen kann ohne extrem mit der Kamera herumzuwackeln und künstlich zu blitzen. Es ist so schrecklich gewesen. Aus nur einem Grund hätte ich die nächste Folge angesehen. Da waren diese merkwürdigen Zeichen auf merkwürdigen Felsen. Wie kommen sie da hin, was machen sie da und warum möchte der Oberboss nicht, dass die anderen Bewohner etwas von diesen Zeichen erfahren? Anstatt dies als wirklichen Cliffhanger zu nutzen, wird viel lieber ein aufgezwungener Dialog gestartet in dem ein paar Andeutungen und Erklärungen gegeben werden. Es ist alles so schrecklich.

Interessanter Weise kam direkt im Anschluss die erste Folge von Touch. Ich habe nie etwas davon gehört oder gelesen. Es lief die erste Folge, weiter geht’s am 26. März. In der Serie geht es im Grunde irgendwie darum, dass in all unser Leben alles miteinander verbunden ist, jede Handlung und jedes Ereignis seinen bestimmten Grund hat. Und ein Junge hat den Durchblick. Spricht nicht, malt komische Zahlen auf, die ebenfalls einen bestimmten Sinn haben. Ich werde mit meiner stümperhaften Erklärung der Serie nicht gerecht. Die erste Folge hat mich jedenfalls umgehauen. Und es ist schon eigenartig, hätte ich Terra Nova nicht angesehen, wäre ich vielleicht nie auf Touch gekommen. Alles hat irgendwo, irgendeinen Grund. Hier war es etwas positives. Wenn es auch nur um Fernsehen geht.

Ich steh‘ vor meiner Garage und meine Garage vor mir

27. Februar 2012

Gemeinschaftlich genutzte Räume denken sich auch nur Sozial-Legastheniker aus. Oder sie werden von eben diesen Menschen genutzt. Langsam kommt mir das Gefühl, ich bin der einzige, der unsere Großraum-Garage ordentlich nutzt. Die Garage wird von insgesamt 27 Bewohnern beparkt. Da gibt es verschiedene Systeme. Ich beispielsweise muss erst meine Nummer in ein Zahlenfeld eintippen und den Schlüssel herumdrehen. Dann bewegt sich das Garagen-Monstrum und mein Auto erscheint hinter dem Gittertor. Das Tor wird geöffnet, Auto herausgefahren und anschließend das Tor wieder geschlossen. Ich bin mir sicher, das hat jeder von euch verstanden. Einfaches Prinzip. Die Bewohner, hier im Haus, verstehen das nicht so richtig. Deshalb wurde erst vor einer Woche eine neue Hausmitteilung verschickt und vor den Toren ein neues Hinweisschild befestigt. Dass dieses eine Hinweisschild nun ein anderes verdeckt, sei nur am Rande erwähnt. Nun haben sich die Garagenbauer gedacht, hey, wenn jemand vergisst das Tor zu schließen oder das Tor aus Versehen nicht richtig geschlossen wird, bauen wir ein schönes Lämpchen ein. Ein gelbes Lämpchen. Das ist gut. Nicht zu rot und aggressiv und nicht zu grün um zu sagen, alles wäre okay. Ich finde, Lämpchen sind was ganz tolles. Sie deuten ganz wunderbar auf Dinge hin. Zum Beispiel, dass die Herdplatte angeschaltet ist oder, dass man bei einer roten Ampel zu stehen hat. Stellt euch mal Straßenampeln ohne Lichter vor. Hier in meiner Garage funktioniert das Lämpchen perfekt. Es blinkt fast immer gelb wenn ich komme. Dann weiß ich schon von Weitem, irgendein Ego-Arsch hat sein verdammtes Tor wieder nicht geschlossen. Hier gibt es drei Sorten von Ego-Ärschen. Typ Eins versucht das Tor zu schließen. Wenn es nicht gleich ganz einrastet, dann rastet es eben nicht ganz ein und bleibt einfach offen. Ich darf dann an vier Toren herumwackeln um herauszufinden um welches Tor es sich handelt. Die andere Sorte bemüht sich erst gar nicht das Tor ganz zu schließen, sondern lässt einfach halb offen. Das macht es mir einfacher. Danke. Eine dritte Sorte vergisst es vielleicht tatsächlich mal. Da wäre die hübsche Mercedesfahrerin, die ich beim Vergessen ertappt und zurückdiktiert hatte. Beim nächsten Mal war ihr Tor dann wieder offen. Diese Aktion hat sie hässlich gemacht. Für immer. Da fällt mir gerade noch eine vierte Spezies von Tor-Trotteln ein. Diejenigen, die ein rotes Lämpchen provozieren. Mir ist nicht ganz klar, was man machen muss, um das rote Lämpchen zum Blinken zu bringen. Doch es muss irgendetwas schlechtes sein, denn dann geht nichts mehr. Da hilft es auch nicht, den Strom abzuschalten und die ganze Apparatur neu hochzufahren. Rot ist ganz schlecht. Bei Rot muss der Service angerufen werden. Und es gibt tatsächlich Leute, die die Anlage schrotten und sich zu fein sind den Service anzurufen. Der Nächste der dann kommt, in der Regel bin ich das, darf dieses Versäumnis dann ausbaden. Richtig böse wird es erst, wenn ich ganz dringend auf das Auto angewiesen bin. Es geht nichts mehr. Und dann stehe ich da. Passiert ist mir das erst am vergangenen Sonntag.

Es wird die Zeit kommen an der ich mich rächen werde. Dann werde ich ihnen allen nacheinander in den Tank pinkeln.


Musik Café #11

Es wird wirklich Zeit das Musik Café regelmäßiger mit Musik zu bestücken. Heute möchte ich euch das Werk „Schoener Tag“ von Johnny Kasalla vorstellen.